CD

Sieben auf einen Streich

Streicher stellen bei uns momentan noch die Minderheit – angeblich soll das bei den Symphonieorchestern auch mal so gewesen sein, wo das Ganze hinführt sieht und hört man ja heute – und trotzdem sind wir wohl eine „Geigenmusi“. Unsere zwei ersten Geiger (1a und 1b) Armin Weinfurter und Andreas Peschl haben mit ihren zahllosen Übungsstunden jahrelang für Verstimmung in der engen Verwandt- und Nachbarschaft gesorgt, doch nun ist alles überstanden: Sie haben die Sache voll im Griff, vom warmen einschmeichelnden Legato bis zum wilden ekstatischen Staccato ist zwischen E- und Ges-Dur alles zu hören!

Äff-tam-tam – Musikanten

Gebläse sorgt für die richtige Windrichtung

Schon eher außergewöhnlich für eine „Geigenmusi“ ist die Besetzung von Bläserstimmen, doch die fetzigen Melodien der Herren Wagner oder Bruckner ermunterten uns in diesem Tun ebenso, wie die Tradition – jawohl! Und weil sie beim Casting spielend ein b von einem # unterscheiden konnten, wurden Alexander Lochstampfer (Trompete) und Johannes Lorenz (Posaune) nominiert. Die Jury hat die Entscheidung bisher nicht bereut, da sich die beiden „Blechnarrischen“ durch nur ein leicht angesäuseltes Piano ebenso in das Ensemble einzubringen verstehen, wie mit einem frisch geschmetterten Forte.

Zuckerpuppe(n) von der Rhythmusgruppe

Das wahre Fundament liegt natürlich im Bass. Und eigentlich wäre er ja auch zu den Streichern zu zählen, unser Kontrabassist Thomas Hille, doch er gibt sich eher untypisch: Unaufgeregt, lieber sitzend als stehend, mit großem Feingefühl und mächtigem Wumms! Die restlichen Mitglieder der Begleitcombo scheuen auch den verwegensten Akkord nicht, drum hat man Andreas Weiß auch gleich ein Akkordeon vor ’s Ränzlein geschnürt, das er jetzt zärtlich herquetscht. Der Harfe mühsam das ein oder andere Glissando und Arpeggio entlockend, spielt Roland Pongratz den rhythmischen Motor des Ensembles, egal ob im 2/4- oder 3/4-Takt oder doch ganz aus dem Takt.

Äff-tam-tam – Musikanten

Respekt vorm Dampfschiff

Die Namensfindung für unser Ensemble gestaltete sich doch recht schwierig. Nachdem es erst keine Vorschläge gab, waren es später dann zu viele! Weil das Hauptaugenmerk bei zahlreichen Proben-Diskussionen auf die Wahl der optimalen Tonart gelegt wurde, wollten wir der besonders von uns bevorzugten, zwischen G- und Es-Dur befindlichen, und doch so oft verkannten Tonart F-Dur ein Denkmal setzen, drum: Äff-tam-tam! Wum-ba-ba oder Uff-da-da wäre ja wirklich komisch gewesen oder?